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Tirol bleibt bei internationalen Kongressen im Spitzenfeld

Aufgrund ausbleibender internationaler Gäste hat die Kongressbranche seit Beginn der Corona-Pandemie österreichweit mit großen Rückgängen zu kämpfen. Als Kongress-Standort für internationale Kongresse konnte sich Tirol im Jahr 2020 dennoch den zweiten Platz hinter Wien sichern.

 

Der jährlich erscheinende Meetings Industry Report Austria liegt vor und unterlegt ein herausforderndes Jahr 2020 mit Zahlen. Aufgrund der ausbleibenden internationalen Gäste und Einschränkungen im Bereich Veranstaltungen hat die Branche österreichweit mit großen Rückgängen zu kämpfen.

Tirol konnte dennoch auch in einem schwierigen Jahr beweisen, ein begehrter Kongressstandort in den Alpen zu sein. Nach Wien fanden in Tirol die meisten internationalen Kongresse statt. Ebenso liegt Innsbruck mit einem Anteil von 17,8 Prozent an den Tagungsnächtigungen in den österreichischen Landeshauptstädten auf dem zweiten Platz hinter Wien. Mehr als die Hälfte aller gemeldeten Veranstaltungen in Tirol fanden in Innsbruck statt.

„Die Pandemie hat zum großen Umdenken angeregt. Trotz vieler digitaler Möglichkeiten ist die Sehnsucht nach Präsenztreffen, Präsenzmeetings und erlebten Emotionen groß“, weiß Veronika Schumann, die Leiterin des Convention Bureau Tirol (CBT). Dabei schätzen vor allem einheimische Kongress- und Tagungsplaner Tirol als Tagungsland. Insgesamt gehen 69,3 Prozent der gemeldeten Veranstaltungen in Tirol auf österreichische Planer zurück.

Entwicklungspotential bei Green Events
Nichtsdestotrotz war das Jahr 2020 für die Tourismusbranche im Allgemeinen und den Tagungs- und Kongressbereich im Besonderen eine Herausforderung. So sank die Anzahl der erfassten Kongresse, Firmentagungen und Seminare 2020 im Vergleich zum Vorjahr um zwei Drittel österreichweit und um 71,9 Prozent in Tirol. Dieser Wert setzt sich zusammen aus dem Rückgang von 62,4 Prozent bei nationalen sowie rund 80 Prozent bei internationalen Veranstaltungen. Zudem musste Tirol bei der Teilnehmerzahl (-63,2 %) und bei den Tagungsnächtigungen (-78,8 %) Verluste aufgrund der Pandemie hinnehmen, was sich auch stark auf den Städtetourismus und die gesamte Wertschöpfungskette auswirkte – von der Hotellerie über Caterings bis hin zu Bühnenbau oder Security.

Trotz der herausfordernden Zeit zeichnen sich die Herbstmonate September und Oktober weiterhin als die gefragtesten Kongressmonate ab. Die Inhalte der Conventions sind hauptsächlich die Themen Wirtschaft und Politik (52 %), gefolgt von Human-Medizin (12 %) und Geisteswissenschaften (12 %).

„Wer aktuell eine Veranstaltung in Österreich plant, dem gibt der Veranstalter Schutzschirm Sicherheit, der in Höhe von 300 Millionen Euro gespannt wurde“, so Schumann. Entwicklungspotenzial ortet die CBT-Leiterin bei Green Meetings, zumal Nachhaltigkeit derzeit in aller Munde sei. Ihre Organisation unterstützt Veranstalter bei der entsprechenden Zertifizierung von Events, um den damit verbundenen Anforderungen in ökologischer und sozialer Hinsicht zu entsprechen.

Den ausführlichen Bericht zur mira 2020 finden Sie HIER.

Weitere Informationen und Kontakte "Convention Bureau Tirol": www.convention.tirol